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Demenz – Einstieg

Was ist Demenz?

Demenz ist ein Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientieren und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen. Dies führt dazu, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können.

Bedeutung des Themas Demenz in der Gesellschaft

In Deutschland gibt es gegenwärtig etwa 1,1 Millionen Demenzkranke, zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer Krankheit betroffen. Jährlich treten mehr als 250 000 Neuerkrankungen auf, insbesondere zwischen dem 80. und 90. Lebensjahr ist fast jeder Dritte von Alzheimer betroffen. Wenn kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, werden gemäß der momentanen Bevölkerungsentwicklung die Krankenzahlen bis zum Jahr 2050 auf ca. 2,6 Millionen ansteigen (Deutsche Alzheimer Gesellschaft).

Internationalen Studien weisen darauf hin, dass neben den hohen Lebenshaltungskosten und damit verbunden den Kosten für Kinder sowie den Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie vor allem die Sorge um die alternden Eltern in allen industrialisierten Ländern hoch bewertet wird (aus: „Family life and the needs of an ageing population“, Eurobaromenter 2008). Diese Ergebnisse sind auch repräsentativ für Deutschland, deshalb hat das Aktionsprogramm das Thema Demenz als Schwerpunktthema aufgenommen.

Warum ist Demenz ein Thema für Mehrgenerationenhäuser?

Mehrgenerationenhäuser zeichnen sich durch verschiedene Merkmale aus, die auf einen zukunftsweisenden Umgang mit älteren Menschen, insbesondere auch mit Demenz, hinweisen können: So ermöglicht der Offene Treff Betreuungsmöglichkeiten für Demente, die entweder stundenweise stattfinden oder sich auch auf den ganzen Tag ausdehnen können. Das besondere ist hierbei das anregende Umfeld durch den generationenübergreifenden Ansatz eines Mehrgenerationenhauses, das es bei sonstigen Angeboten für Tagesbetreuung so nicht gibt. Dabei findet nicht nur eine Aktivierung und Erhaltung verbliebener intellektueller Fähigkeiten statt, sondern vor allem können Alltagstätigkeiten gezielt trainiert werden. Für die betreuenden Angehörigen wird nicht nur Entlastung, z. B. durch Gesprächskreise oder in Form von Selbsthilfegruppen angeboten, sondern auch Unterstützung durch Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen bis hin zur Vermittlung von ausgebildeten Laienhelferinnen und -helfern.

Das Kapitel als pdf

Zum bequemeren Lesen und Ausdrucken finden Sie nachfolgend das ganze Kapitel "Demenz" im pdf-Format zum Download. Demenz.pdf

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