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Essen – Gute Praxis

Mütterzentrum Dortmund Familientreff e. V. – offenes Essen und Café auf Basis einer Gaststättenkonzession Mütterzentrum Langen e. V. – Mittagstisch, Café und gemeinsames Kochen auf Basis eines Satzungsauftrags SOS-Mütterzentrum Salzgitter– offenes Essensangebot auf Basis einer Lehrküche Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart West e. V. – Frühstück, Café und Mittagsessen auf Basis eines Satzungsauftrags Lebensräume für Jung und Alt Gänsbühl– Mittagstisch in Kooperation mit einem Berufsbildungswerk Mehrgenerationenhaus Freiberg: Kinderfrühstückstafel

Mütterzentrum Dortmund Familientreff e. V. (Leuchtturmhaus vom 15. März bis 15. September 2007) – offenes Essen und Café auf Basis einer Gaststättenkonzession

Ansprechpartnerin

Mehrgenerationenhaus Dortmund
Hospitalstr. 6
44149 Dortmund
Tel.: 0231/141662
Fax.: 0231/47707805
E-Mail: muetterzenrum@dokom.net
Ansprechpartnerin: Barbara Hauenstein

Beschreibung des Angebotes

Wir bieten Frühstücksbuffet bis kurz vor zwölf, Mittagstisch nach Voranmeldung bis 10:30 Uhr, Nachmittags-Café bis 18.00 Uhr, Seminarservice im Haus und im Sozialamt nebenan.

Wir bieten gesunde Ernährung an, frisch zubereitet mit Gemüse und Salaten. Zum Nachmittagscafé gibt es Kaffee und Kuchen und Waffeln. Organisatorische Basis für diese Angebote ist eine Gaststättenkonzession.

Zielsetzung des Angebotes

Der Treffpunkt ist uns am Wichtigsten. Aber was wäre ein Treffen ohne etwas zu essen oder zu trinken? Wir wollen mit unserem Angebot dazu beitragen, Isolation und Einsamkeit zu überwinden. Für viele ist es ein sehr schönes Erlebnis, mit mehreren bei einer Mahlzeit am Tisch zu sitzen. Berufstätige Eltern wollen wir durch das Angebot des Mittagstisches entlasten. In zweiter Linie wollen wir aber auch mit dem Treffpunktcafé Einnahmen erzielen, um Frauen/Müttern einen dauerhaften Arbeitsplatz zu bieten, schließlich ist die Mitarbeit in der Küche und am Tresen ein ideales Trainingsfeld für die berufliche Qualifikation.

Was macht das Angebot erfolgreich?

Eine gemütliche Atmosphäre, in der Kinder selbstverständlich mit dabei sind, erschwingliche Preise und meistens eine Gastgeberin, die neue Besucherinnen und Besucher willkommen heißt. Die ein offenes Ohr hat, wenn man Probleme mitbringt oder einen in Ruhe lässt, wenn einem danach ist. Werktags ist immer geöffnet und man kann kommen, wann man will. Es geht eben nicht nur um das Essen.

Zielgruppen und Nutzung

Das Frühstück, der Mittagstisch und das Nachmittags-Café sind für alle Besucherinnen und Besucher offen. Seminarservice bieten wir bei Seminaren in unserem Haus und für das nahe gelegene Sozialamt.

Pro Tag werden im Durchschnitt 15 Mittagessen ausgegeben. Vormittags kommen häufig zwischen 20 und 30 Besucherinnen und Besucher mit ca. 20 bis 25 Kindern ins Café. Nachmittags sind es im Schnitt 5 bis 10 Besucherinnen und Besucher mehr insbesondere bei den Kindern. Dann tummeln sich zwischen 30 und 40 Kinder im Café, Kinderzimmer und Flur. Bei schönem Wetter wird natürlich der abgezäunte große Garten gut genutzt.

Kosten für die Nutzerinnen und Nutzer

Ein Mittagessen kostet für Nichtmitglieder 4,50 und für Mitglieder 4 €. Kinder unter elf Jahren bezahlen 2 €, für Kinder unter drei Jahren gibt es Miniportionen für 1 €.

Ausstattung für dieses Angebot

Unsere Küche wurde beim Umbau des Hauses 1999 schon auf die grundsätzlichen Vorgaben hin eingerichtet. Wir haben Profigeräte aus Edelstahl eingebaut. Grundsätzlich muss die Küche den Anforderungen der Lebensmittelhygieneverordnung entsprechen. Die Details müssen mit dem jeweiligen Gesundheitsamt abgestimmt werden.

Wie viel Personal wird eingesetzt, welche Qualifikationen hat es?

Für das Essen sind insgesamt sechs Personen zuständig, zwei fest Angestellte und vier Helferinnen und Helfer. Im Café arbeitet zusätzlich vormittags und nachmittags jeweils mindestens eine Person am Tresen und eine Gastgeberin oder ein Gastgeber im Café.

Seit kurzem beschäftigen wir eine ausgebildete Restaurant- und Buffetleiterin in der Küche. Bisher waren dort meist nur ungelernte Frauen tätig, die gerne kochen oder in Beschäftigungsmaßnahmen bei uns kochen gelernt haben. Viel geschieht durch learning by doing. Alle werden aber in verschiedenen Bereichen geschult, wie der Bedienung der Profigeräte, Hygiene, Einkaufsplanung und natürlich in das Kochen und Backen eingeführt.

Was muss man bedenken, wenn man ein derartiges Angebot aufbauen möchte?

Gesetzliche Grundlagen wie die Lebensmittelhygieneverordnung und das Infektionsschutzgesetz müssen beachtet werden.

In der Regel müssen sich Essensangebote selbst tragen und dürfen nicht von öffentlichen Geldern oder über Spenden subventioniert werden. Bei einem Satzungszweck, der für bestimmte Zielgruppen das Essen ermöglicht, kann das Essen aber zu einem gewissen Anteil aus den öffentlichen Zuschüssen subventioniert werden.

Womit gibt es gute Erfahrungen?

Mit dem Angebot von Miniportionen für ganz kleine Kinder und einem. Essensangebot, das sich stark an den Bedürfnissen von stillenden Müttern und Kindern orientiert.

Empfehlungen für andere Häuser, die ein solches Angebot aufbauen möchten

Man sollte mit überschaubaren Schritten beginnen, die man personell, verwaltungstechnisch und organisatorisch bewältigen kann.

Mit welchen Hürden muss man rechnen, wie kann man diese überwinden?

Es gibt viel zu mäkeln in einem Café, am Essen, an der Stärke des Kaffees, an den Preisen. Je größer die Einrichtung ist, umso mehr muss sich die Einrichtung bei den Geräten, beim Einkauf, beim Personal und in der Buchhaltung professionalisieren, was das Ganze leider etwas unpersönlicher macht.

Womit haben Sie schlechte Erfahrungen gemacht, wovon raten Sie ab?

Zu Beginn unseres Essensangebots wurde alles auf den Tisch gestellt und jeder bezahlte nach Selbsteinschätzung. Das war zwar wie bei Mutter zu Hause, aber leider würde die Einrichtung das nicht lange überleben, da sich in der Kasse natürlich lange nicht das befindet, was wirtschaftlich notwendig ist.

Selbstdarstellung des Mehrgenerationenhauses Dortmund als PowerPoint-Präsentation

Präsentation des Mehrgenerationenhauses Dortmund

Mütterzentrum Langen e. V. – Mittagstisch, Café und gemeinsames Kochen auf Basis eines Satzungsauftrags

Im Mütterzentrum Langen gibt es Frühstück und Mittagstisch sowie Bewirtung bei Veranstaltungen, Kochkurse, gemeinsames Kochen und Catering. Grundlage für dieses Angebot ist der Satzungsauftrag des Vereins, der lautet: „Sicherstellung der Grundversorgung für die Besucherinnen und Besucher des Treffpunkts und ihre Kinder“. Voraussetzung für die Nutzung der Essensangebote ist die Mitgliedschaft im Verein Mütterzentrum Langen e. V. bzw. der Seniorenhilfe Langen e.V. Das Küchenteam des Mütterzentrums Langen besteht aus acht Personen, die alle in einem Minijob angestellt sind. Insgesamt werden für die Essensangebote pro Woche 55 Arbeitsstunden aufgewendet. Das Mittagessen kostet 4 € für Erwachsene, 3 € für Schulkinder und 2 € für Kindergartenkinder.

SOS-Mütterzentrum Salzgitter – offenes Essensangebot auf Basis einer Lehrküche

Das Mütterzentrum Salzgitter bietet Frühstück, Mittagessen, Kaffee, Kuchen, Getränke und Snacks an. Darüber hinaus wird in der hauseigenen Lehrküche Abendessen auf Bestellung, Verpflegung für Veranstaltungen sowie für Familienfeste im Haus und außerhalb und für Seminare und Tagungen zubereitet. Es gibt auch einen Partyservice und Catering für Firmen. Das Mütterzentrum Salzgitter hat eine eigene Lehrküche, der Satzungsauftrag dafür lautet „Beschäftigung für Benachteiligte, insbesondere Jugendliche“, das Essen wird im Rahmen eines Zweckbetrieb eines gemeinnützigen Vereins angeboten. Für das Essen wird unterschiedlich viel Personal benötigt – je nachdem, welche Art von Essen hergestellt wird und ob dabei ausgebildet wird und unqualifizierte Personen einbezogen werden sollen. Das Personal besteht aus geringfügig Beschäftigten und aus freiwillig Engagierten (gegen Sachleistungen).

Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart West e. V. – Frühstück, Café und Mittagsessen auf Basis eines Satzungsauftrags

Im Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart gibt es täglich Frühstück, einen vegetarischen Mittagstisch und Kaffee und Kuchen. Der Satzungsauftrag für das Essensangebot lautet „Öffentliche Gesundheitspflege“. In diesem Rahmen findet zum Beispiel der pädagogische Mittagstisch statt, bei dem über Grundnahrungsmittel, Rezepte, Bekömmlichkeit und Verwertbarkeit von Nahrungsmitteln beraten wird. Gekocht wird das Essen von zwei Personen, eine weitere Person ist zum Spülen da. Das Personal ist zum Teil geringfügig beschäftigt, zum Teil ehrenamtlich. Das Mittagessen kostet für Mitglieder 2,40 € (kleine Portion) bzw. 3,80 € (große Portion). Nichtmitglieder bezahlen für eine kleine Portion 3,80 € und für eine große Portion 5,50 €.

Lebensräume für Jung und Alt Gänsbühl – Mittagstisch in Kooperation mit einem Berufsbildungswerk

Hier wird derzeit einmal wöchentlich ein Mittagstisch für alle angeboten – ein tägliches Angebot ist geplant. Zusätzlich findet zweimal pro Monat ein offenes Kaffeetrinken statt. Das Mittagessen wird im Berufsbildungswerk Adolf Aich in Ravensburg zubereitet, in dem Lernbehinderte Jugendliche qualifiziert werden. Angeliefert wird es in Thermophoren. Für das offene Kaffeetrinken sind zwei Personen zuständig, die zu Hause Kuchen backen und das Angebot im Haus durchführen. Für den Mittagstisch (vor allem Essensausgabe) sind ebenfalls zwei Personen nötig. Dafür gibt es ein hauswirtschaftliches Team (HWT), das aus freiwillig Engagierten besteht, die ohne Honorierung (dafür aber mit Anerkennung wie Fortbildung, Ausflüge und kleine Geschenke zu Weihnachten) arbeiten. Das Essen wird aus dem hauseigenen Sozialfonds subventioniert. Der reguläre Preis für eine normale Portion ist 4,50 €, Bedürftige bezahlen 2,50 €. Es gibt auch ein Angebot nur für Suppe (1,- Euro) oder nur für das Salatbuffet (1,50 €).

Mehrgenerationenhaus Freiberg: Kinderfrühstückstafel

Name des Leuchtturmhauses, Kontaktadresse, Ansprechpartnerin


MGH „Buntes Haus“
CJD Chemnitz/Ast Freiberg
Tschaikowskistr. 57a
09599 Freiberg
Ansprechpartnerin: Birgitt Pasternak

Wie ist das Angebot entstanden?

Die Kinderfrühstückstafel ist ein Gemeinschaftsprojekt des MGH und der Freiberger Tafel vom Caritasverband, das im April 2008 gestartet wurde. Wir hatten in unserem offenen Kinder- und Jugendtreff bemerkt, dass die Kinder am Nachmittag oft Hunger hatten und stellten dabei auch fest, dass viele Kinder kein Frühstück mit in die Schule nahmen. Unseren offenen Treff besuchen vorwiegend Kinder aus sozial schwachen Familien. Wir sahen es als wichtig an, dass jedes Kind ein ordentliches Frühstück mit in die Schule nimmt, um für die Anforderungen in der Schule gewappnet zu sein. So entwickelten wir die Idee von der Kinderfrühstückstafel. Die Kinder sollten bei uns frühstücken und ein Lunchpaket für die Schule mitnehmen können.

Für uns war klar, dass wir dieses Projekt nicht allein durchführen können. Wir fanden sofort in der Freiberger Tafel einen Verbündeten. Diese belieferten bereits eine Freiberger Schule einmal wöchentlich mit Lebensmitteln. Die Tafel selbst wollte dieses Projekt auch angehen, hatte dafür aber keine Räumlichkeiten. Die Kollegen der Freiberger Tafel hatten bereits Kontakte zu einer Tafel in Dresden aufgenommen und so fuhren wir im Februar gemeinsam dorthin und sahen uns diese an. Ausgestattet mit diesen Erfahrungen begannen wir ab 01.04.08 mit der Kinderfrühstückstafel. Vorher informierte ich die Schulleiter und Schulsozialarbeiter der Grund- Mittel- und Förderschulen. Dort wurde dieses Projekt mit unterschiedlichem Interesse angenommen. Das reichte von großer Zustimmung bis hin zu totaler Ablehnung, mit der Begründung, dass es in der Schule keine bedürftigen Kinder gibt.

Beschreibung des Angebotes

Die Freiberger Tafel liefert uns täglich die Lebensmittel und eine Kollegin (1€ Job) füllt die Lunchpakete. Zwei Schulen holen die Gesamtbestellungen bei uns ab und die Schulsozialarbeiter verteilen diese Lunchpakete an bedürftige Kinder. Es gibt auch Kinder, die ihr Lunchpaket täglich bei uns abholen, oder auch Eltern holen Pakete für die Kinder. Sie sind alle in Besitz eines Sozialpasses der Stadt Freiberg. Die Pakete sind gefüllt mit einem belegten Pausenbrot mit Wurst oder Käse, einem Joghurt, einem Stück Obst und wenn möglich einer kleine Süßigkeit. Viele Senioren, die unser Haus besuchen, kennen die Kinderfrühstückstafel und bringen uns oft auch Lebensmittel vorbei, oder spenden Geld für die Kinder, die auch die 0,20 € für die Lunchpakete nicht bezahlen können.

Wie wird das Angebot genutzt?

Gegenwärtig fertigen wir 35 - 40 Lunchpakete täglich an. Die Tendenz ist steigend. Das Frühstück im Haus wurde nur sehr zögerlich angenommen (3 - 6 Kinder), so dass wir dies nach den Sommerferien eingestellt haben.

Wie viel kostet das Angebot?

Ein Lunchpaket kostet 0,20 Euro.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Angebot?

Für uns war es ganz wichtig, mit der Freiberger Tafel zu kooperieren, damit das Problem der Bereitstellung der erforderlichen Lebensmittel gut gelöst werden konnte. Diese Zusammenarbeit vieler Vereine ist für uns schon mehrfach zur guten Erfahrung geworden. Es ist für jeden weniger Arbeit, bringt aber einen doppelten Effekt.

Eine Beschreibung der einzelnen Häuser finden Sie auf der öffentlichen Seite unter dem folgenden Link:

Liste der Mehrgenerationenhäuser

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